In einem über 20.000 Quadratmeter großen Bereich wird der Mobilfunkstandard in einem Projekt erstmals in der laufenden Produktion eingesetzt, wie Daimler weiter mitteilt. Die gewonnenen Erfahrungen sollen in künftige Einsätze in weiteren Werken mit einfließen.

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Das Telekommunikationsunternehmen Telefónica Deutschland errichtet zusammen mit dem Netzausrüster Ericsson das Netz. Nach Abschluss der Installation und Inbetriebnahme wird dieses von Mercedes-Benz Cars betrieben.

„Wir läuten das 5G-Zeitalter für den Industriestandort Deutschland ein und bauen das modernste Mobilfunknetz für eine der modernsten Automobilfabriken der Welt“, sagt Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland. „Als Telekommunikationsanbieter und Partner für die Industrie verfügen wir über umfassende Erfahrungen bei privaten Netzwerken und modernen 5G-Lösungen.“

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„Mit der Factory 56 bauen wir nicht nur die smarte Automobilproduktion der Zukunft, sondern errichten auch das weltweit erste 5G-Mobilfunknetz für die Fahrzeugmontage“, sagt Jörg Burzer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain.

„Mit der Installation eines lokalen 5G-Netzes wird die Vernetzung aller Anlagen und Maschinen in den Fabriken von Mercedes-Benz Cars künftig noch intelligenter und damit effizienter. Das eröffnet komplett neue Chancen für die Produktion.“

Der Einsatz der Technologie ermöglicht es dem Hersteller unter anderem, in seiner Fabrik bestehende Produktionsprozesse durch neue Features zu optimieren. Dazu gehören zum Beispiel die Verknüpfung von Daten oder die Ortung von Produkten auf der Montagelinie.

Um die volle Leistungsfähigkeit von 5G zu erreichen, sind kurze Wege notwendig. Dies ist nur mit einer lokalen Infrastruktur sichergestellt, die erstmals in der Factory 56 eingesetzt werden soll. Dafür wird diese von den Kooperationspartnern mit mehreren 5G Small Cell Indoor-Antennen sowie einem zentralen 5G-Hub ausgestattet.

Mit der Factory 56 baut Mercedes eigenen Angaben zufolge eine der modernsten Automobilproduktionen der Welt. Diese soll durchgängig flexibel und grün werden und die Potenziale von Industrie 4.0 vollumfänglich nutzen. Die Montageanlagen und die Fördertechnik sind Internet-of-Things-fähig.