Auf dem Radar

Pilz hat die eigenen Angaben zufolge weltweit erste sichere Komplett-Lösung zur Schutzraumüberwachung basierend auf Radartechnologie neu in sein Portfolio aufgenommen.

01. Juli 2019
Auf dem Radar
Die weltweit erste sichere Radarsystem-Lösung erweitert den Bereich der sicheren Sensorik PSEN von Pilz. (Bild: Pilz GmbH & Co. KG)

Sie besteht aus dem sicheren Radarsystem LBK System von Inxpect und der konfigurierbaren Kleinsteuerung PNOZmulti 2. Damit lassen sich auch in rauesten Umgebungen oder bei komplexen Anlagenstrukturen Schutzräume sicher und wirtschaftlich überwachen, teilt das Unternehmen weiter mit.

Die sichere Radartechnologie, auf der die System-Lösung beruht, ist unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie Staub, Regen, Licht, Funkenflug oder auch Erschütterungen. Zu den Anwendungsbereichen gehören unter anderem die Stahlverarbeitung, Gießereien oder aber die Holzverarbeitung.

Die konfigurierbare sichere Kleinsteuerung PNOZmulti 2 ist in der Lösung für die Sicherheit zuständig. Diese sorgt etwa im Fehlerfall und bei Verletzung des Schutzbereichs oder Schutzraums dafür, dass eine sichere und zuverlässig erfolgende Reaktion eingeleitet wird.

Die Lösung erweitert das Portfolio des Herstellers im Bereich sichere Sensorik PSEN. Einsetzbar ist sie bis SIL 2, PL d, Kategorie 2. Zu den sicherheitsgerichteten Funktionen, die diese abdeckt, gehört zum Beispiel die Erfassungsfunktion, das heißt das Versetzen der Maschine in einen sicheren Zustand, sobald ein Gefahrenbereich verletzt wird.

Außerdem zählt dazu die Wiederanlaufsperre, die verhindert, dass die Maschine selbständig wieder anläuft, wenn sich im Gefahrenbereich noch Personen befinden. Maximal kann jeder Sensor eine maximale Reichweite von vier Metern abdecken und einen engen Bereich von 50 Grad horizontal und 15 Grad vertikal sowie einen weiten Bereich von 110 Grad horizontal und 30 Grad vertikal abdecken.

Der tatsächliche Schutzraum des Sensors ist davon abhängig, in welcher Höhe der Sensor installiert wird, welche Neigung er hat und von der Konfiguration des Warnraums. Dazu kann die System-Lösung selbst über Anzahl und Anordnung der Sensoren unterschiedliche Schutzbereich-Zonen ausbilden, etwa eine Kreisanordnung.

Das Radarsystem ist modular ausgelegt, ein bis sechs Sensoren können konfiguriert werden. Diese lassen sich frei miteinander kombinieren Das integrierte Muting kann zeitweise Sensoren – eingeteilt in bis zu drei Gruppen – inaktiv schalten.

Auswahl und Konfiguration der Sensoren erfolgt über das Safety Softwaretool von Inxpect. Optional kann hier ein zusätzlicher Warnraum konfiguriert werden.