Automatisierungspyramide Adé

Industrie Informatik hat auf seinem Innovationstag eine neue Manufacturing Execution Plattform präsentiert, die die Öffnung der Fertigung in Richtung digitaler Welt realisieren soll –Integration von Eigenentwicklungen und Fremdprodukten inklusive.

29. Oktober 2019
Automatisierungspyramide Adé
Mehr als 150 Kunden aus rund 100 Industrieunternehmen folgten der Einladung zum Industrie Informatik innovationstag. (Bild: Industrie Informatik)

In die ‚vernetzte Welt der Fertigung‘ lud das Linzer Unternehmen Industrie Informatik am 26. September seine Kunden zum Innovationstag in die Spinnerei & das Schloss Traun. Unter anderem stellte das Unternehmen ein Forschungsprojekt vor, das man gemeinsam mit der Wirtschaftsuniversität Wien und ausgewählten Kunden betreibt. Ziel dabei ist das Aufzeigen und Entwickeln von Optimierungspotenzialen in der Feinplanung dank ‚Predictive Analytics‘, also vorausschauenden Analysen auf Basis künstlicher Intelligenz.

„Die Automatisierungspyramide wie wir sie heute kennen, wird sich nach und nach auflösen. Monolythische Softwaresysteme werden flexiblen Anwendungen, Prozessen und Mikroservices weichen. Unser Ziel ist es, all diese Bausteine zu koordinieren“, so Thomas Krainz, Industrie Informatik Mitgründer und verantwortlicher Produktstratege.

Dass man bei Industrie Informatik hier schon viel mehr als eine Vision im Köcher hat, zeigte der technische Geschäftsführer Bernhard Falkner in der Keynote des Events, so das Unternehmen weiter. Hier wurde die neue Marke Cronetworld aus der Taufe gehoben. Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl von Produktinnovationen wie zum Beispiel eine neu entwickelte Manufacturing Execution Platform (MEP).

Zukunftstechnologien, Anwendungen, aber auch kundenseitige Eigenentwicklungen und Fremdprogramme können dadurch mit geringem Programmieraufwand vereint und ‚orchestriert‘ werden, wie das Unternehmen erläutert. „Wir haben uns schon vor längerer Zeit für den ‚Best-of-Breed‘-Ansatz in der künftigen Ausgestaltung unserer Produkte entschieden. Nicht alle Bausteine einer digitalen Fabrik müssen wir selber entwickeln und liefern“, so Krainz weiter.

Während man shopfloornahe Anwendungen nach wie vor in der eigenen Softwareschmiede produziert, setzt man bei „Randanwendungen“ auf spezialisierte Partner und deren Know-how. Man werde damit nicht die bestehende MES-Suite Cronetwork ablösen, sondern diese vielmehr auch zukünftig um essentielle Module wie z.B. fertigungsbegleitender Qualitätssicherung erweitern, hebt das Unternehmen hervor.

„Hier ist nach wie vor der Kern unserer Fertigungssoftware beheimatet – und das bleibt er auch. Weiters garantieren wir unseren durchwegs jungen Anwendern damit auch eine stabile Plattform, die auch in Zukunft releasesicher und modern die Aufgaben in der diskreten Fertigung im Standard abbilden kann. Mit cronetworld bieten wir unseren Usern darüber hinaus die Chance, die notwendigen Schritte in Richtung Individualisierung des Produkts, agiler Prozesstools und zeitnaher Integration in der digitalen Fertigung zu gehen“, so Bernd Steinbrenner, kaufmännischer Geschäftsführer bei Industrie Informatik.

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