Dichte Maßstäbe

Funktionsprüfsysteme - Zeltwangers ZED-Gerätefamilie bekommt ein neues Gesicht und führt die Dichtheitsprüfung mit der Plug-and-play-Messeinheit ZEDcore in eine neue Richtung – mehr Flexibilität, mehr Wirtschaftlichkeit und mehr Industrie 4.0.

30. September 2019
Dichte Maßstäbe
Das ZEDmod mit flexiblen Messmodulen. (Bild: Zeltwanger)

Für Zeltwanger ist seit Jahren klar, dass die Dichtheits- und Funktionsprüfung einer der entscheidenden Dreh- und Angelpunkte in den Produktionsketten der Automobilhersteller, Elektro- und Medizintechnik oder Verpackungs- und Kunststoffindustrie ist. Waren es zuerst nur einzelne, nicht miteinander kommunizierende Messgeräte, die in die Produktion gingen, entwickelte das Unternehmen bald die ZED-Gerätefamilie, eine Reihe von High-End-Dichtheitsprüfgeräten mit integrierten Messkreisen, die je nach Kundenanforderung angepasst, kombiniert oder auch direkt eingesetzt werden können. Leicht zu bedienen, mobil oder als komplette Station erhältlich, sind die Geräte ein maximaler Gewinn für alle Bereiche, in denen mit Luft und Helium geprüft wird.

Mit ZEDbase+ bietet die Zeltwanger Dichtheits- und Funktionsprüfsysteme GmbH etwa ein kompaktes Einzelprüfgerät mit einem Messkreis und mit ZEDmod ein modulares System für parallele Prüfungen. Als Systemanbieter bietet Zeltwanger selbstverständlich auch passende Adapterlösungen und Auswerteeinheiten dazu an. Über eine eigene Applikationsentwicklung ist eine intensive Betreuung der Kunden möglich, etwa über die Durchführung von Machbarkeitsstudien, wodurch letztendlich Prüfsysteme entstehen, die den Anforderungen der Kunden wirklich gerecht werden.

Mit dem Bereich der E-Mobilität gibt es seit einigen Jahren ein neues Feld für die Dichtheits- und Funktionsprüfung. »Die Batteriefertigung ist technologisch eine echte Herausforderung«, weiß Andreas Baur, Geschäftsbereichsleiter der Dichtheits- und Funktionsprüfung. »Komplexe Fertigungsprozesse müssen Hand in Hand gehen mit einer laufenden, im Prozess integrierten Qualitätsprüfung. Dies setzt ein breites Prozess- und Automationswissen voraus.«

Mit ZEDflex steht Herstellern deshalb seit einiger Zeit eine Dichtheitsprüflösung zur Verfügung, deren dezentral positionierbare Messkreise durch kurze Pneumatikleitungen für maximale Messgenauigkeit sorgen.

Neues Design, höhere Leistung

Die ganze ZED-Gerätefamilie erscheint künftig in einem einheitlichen Look, von ZEDeco über ZEDsatellite bis ZEDbox, wodurch die einzelnen Komponenten äußerlich erkennbar zueinander gehören, auch wenn sie dezentral eingesetzt werden. Dabei ist das ästhetische Design nicht nur Ausdruck von Modernität, sondern es signalisiert auch klare Fertigungsabläufe und sorgfältige Qualitätssicherung. Einen besonderen Blickpunkt bietet die ergonomische Front. Alle Dichtheitsprüfgeräte haben eine leicht abgeschrägte Vorderseite, die die Bedienung auch auf niedriger Höhe erleichtert. Und auch die intuitive Bedienoberfläche inklusive Multi-Touch-Funktion auf den Displays im 16 : 9-Format verstärkt die Anwenderfreundlichkeit.

Ebenso hat Zeltwanger das Leistungspotenzial der Prüfsysteme angepasst. So wurde die Rechenperformance bei allen ZED-Geräten erhöht und die Dichtheitsprüfgeräte damit leistungsfähiger gemacht. Hinzu kommt, dass alle Geräte über OPC-UA-Schnittstellen verfügen. Die einheitliche Schnittstelle ermöglicht es, die Module auch ohne Programmierkenntnisse in bestehende Anlagen zu integrieren und dort mit den Komponenten anderer Hersteller zu verbinden. Alle ZED-Geräte sind damit ohne Ausnahme Industrie-4.0-kompatibel.

Die größte Innovation aber ist ZEDcore, die zentrale Messeinheit der ZED-Gerätefamilie. »Die Modularität der neuen Messmodule ist einzigartig am Markt«, erklärt Steffen Nabholz, Leiter des Vertriebs. Waren sie bisher in die meisten Geräte fest eingebaut, können die Messkreise künftig bei allen ZED-Geräten, außer beim ZEDeco, im Plug-and-play-Modus selbstständig vom Kunden eingeschoben und ohne weitere Installation in Betrieb genommen werden. Das bedeutet, dass für verschiedene Prüfvorgänge Messeinheiten im Gerät ausgetauscht werden können oder eine Messeinheit in unterschiedlichen Geräten zum Einsatz kommen kann. Die Vorteile dieser Neuerung liegen auf der Hand: höhere Flexibilität bei Prüfvorgängen, geringere Stillstandszeiten bei der Produktion, da keine Installation erforderlich ist, geringe Ersatzteilbevorratung, da Messkreise einfach ausgetauscht werden können, Zeit- und Kosteneinsparung bei der Kalibrierung, für die nur noch das einzelne Messmodul an Zeltwanger geschickt wird sowie geringere Folgekosten, da keine Stand-by-Geräte mehr benötigt werden.

»Die Messmodule bilden das Herzstück der ZED-Gerätefamilie. Daher kommt auch der neue Name: ZEDcore«, freut sich Nabholz. »Die neue Modularität ermöglicht es, die Prüfvorgänge flexibler in die Produktionsabläufe zu integrieren. Wir sind gespannt, wie sie bei den Kunden ankommt, wenn wir sie auf der Motek präsentieren.« Weiterhin gibt es auch ergänzende Bereiche, die dem Systemgedanken von Zeltwanger gerecht werden. Dazu gehört das erwähnte umfangreiche Serviceangebot. Durch intensive Voruntersuchungen und Vorversuche werden die Gegebenheiten der Prüfsituationen beim Kunden so genau wie möglich bestimmt. Aber auch die ausführliche Schulung aller beteiligten Mitarbeiter und der zuverlässige Kundendienst inklusive Wartung sind ein selbstverständlicher Bestandteil.

Für Zeltwanger hat die Kundenzufriedenheit immer oberste Priorität. Ein guter Grund, auch in Zukunft die ZED-Gerätefamilie weiterzuentwickeln. »Da gibt es spannende Themen«, verrät Baur: »Wir haben da zum Beispiel die Bereiche Absolutdruckkompensation oder Temperaturkompensation in den Blick genommen.« Darüber hinaus wird auch das Angebot der Prüfung mit Helium noch stärker ausgebaut. Doch schon jetzt erfüllt Zeltwanger Dichtheits- und Funktionsprüfsysteme mit der revolutionierten Gerätelinie den Anspruch des Unternehmens – nämlich Technologie- und Innovationsführer durch herausragende Leistungen, gelebte Leidenschaft und die Nutzung bestmöglicher Synergien zu sein.

Motek: Halle 5, Stand 5210

Erschienen in Ausgabe: 06/2019
Seite: 34 bis 35