Direkt integrierbar

Mitsubishi Electric hat für seine neuen Melfa-Knickarm- und -Scara-Roboter der Serien RV-FR und RH-FR einen Kraft-Momenten-Sensor vorgestellt. Dieser lässt sich direkt in die Robotersteuerungen CR750/751 und CR800 integrieren.

09. Dezember 2019
Direkt integrierbar
Die neuen Melfa-Knickarm- und -Scara-Roboter der Serien RV-FR und RH-FR von Mitsubishi Electric werden nun durch einen Kraft-Momenten-Sensor unterstützt. Die Funktionen des Force-Sensors sind in drei Bereiche gegliedert. (Bild: Mitsubishi Electric Europe B.V.)

Weil der Force-Sensor ohne eigene Steuerung auskommt, werden die Abläufe wesentlich vereinfacht und Engineering-Aufwand eingespart, so der Hersteller. Der Force-Sensor reguliert anhand voreingestellter Werte die Kraft, mit der ein Roboter mit seiner Umgebung interagiert.

Dabei hat das Unternehmen die Funktionen des Kraft-Momenten-Sensors in drei Bereiche gegliedert: Die Sense-Steuerung umfasst die feedbackbasierte Regelung des Roboters, während mithilfe der Sense-Erkennung Grenz- und Referenzpunkte registriert werden. Das Sense-Logging ermöglicht das Protokollieren, Übermitteln und Verarbeiten der erfassten Kraftsensorinformationen.

In Applikationen wie Fügen und Montieren kann über das Feedback des Sensors der Druck nachgeregelt werden, der für die Handhabung des jeweiligen Objekts vorgesehen ist. Da die Positions- und Kraftdaten in Echtzeit gespeichert werden, lassen sich die Regelparameter des Programms zum intelligenten Teachen des Roboters heranziehen.

Durch den Echtzeitregelkreis wird hohe Präzision in der konstanten Kraftausübung erreicht, sodass beispielsweise filigrane Entgrat- und Polierarbeiten an empfindlichen Kunststoffteilen mit dem Roboter automatisiert werden können, wie das Unternehmen hervorhebt.

Mithilfe des Sensors kann der Roboter anhand der Nachgiebigkeit oder des Dämpfungskoeffizienten auf die Oberflächenbeschaffenheit zu bearbeitender Objekte reagieren oder diese hieran erkennen. Er eigne sich damit in bestimmten Applikationen als Alternative zum Visionsystem, so der Hersteller.

Das Protokollieren von Kraftsensorinformationen ermöglicht den Aufbau von Datenbeständen, die über die Programmiersoftware RT ToolBox zur weiteren Analyse an einen FTP-Server geschickt werden können. Bei haptischen Prüfungen, etwa zum korrekten Ansprechverhalten von Drucktastern und Drehreglern in der Automobilindustrie, dienen diese Daten der Qualitätssicherung.

Der Sensor ist für die gesamte Roboterpalette von Mitsubishi Electric und deren Steuerungen erhältlich, einschließlich der neuesten Generation.