Dank des nun deutlich erweiterten Funktionsumfangs lassen sich alle gängigen 2D-Anwendungen mit minimalem Aufwand in der Robotersteuerung lösen. Ein zusätzlicher 3D-Detektor ermöglicht darüber hinaus eine Lageerfassung von Objekten in 3D-Koordinaten. Alle neuen Funktionen sind unabhängig vom eingesetzten.

ANZEIGE

Vor zwei Jahren stellte Senso-Part mit dem Visor Robotic erstmals einen speziellen Vision-Sensor für die Robotik vor, der die Einrichtung von Anwendungen mit Robotern wesentlich vereinfachte. Nun folgt die nächste Evolutionsstufe: Mit dem aktuellen Software-Release 2.2 bietet der Visor Robotic einen nochmals deutlich erweiterten Funktionsumfang, wodurch sich wesentliche Einrichtungsschritte von der Robotersteuerung in die Sensorkonfiguration verlagern lassen.

Die neuen Kalibriermethoden geben dem Anwender mehr Freiheit bei der Einrichtung seiner Applikation. Unterstützt durch intelligente und einfach bedienbare Funktionen kann er in wenigen Schritten einen Abgleich zwischen der vom Sensor erfassten Objektposition und dem Greifpunkt des Roboters durchführen.

Hand-Eye-Kalibrierung

ANZEIGE

Die Hand-Eye-Kalibrierung kommt zum Einsatz, wenn der Sensor am Roboterarm montiert ist – beispielsweise beim Picken von Objekten aus einem Ladungsträger oder beim automatisierten Schrauben. Vorteil: Im Unterschied zu den klassischen Kalibriermethoden müssen das Sichtfeld des Sensors beim Kalibrieren und der spätere Arbeitsbereich des Roboters nicht identisch sein – man kann sozusagen „hier kalibrieren und dort arbeiten“.

Über einen Trigger kann der Anwender die aktuelle Position des Roboters an den Visor Robotic senden – auf diese Weise kann jede beliebige Position in der Roboterzelle angefahren werden. Zusätzlich bringt dies Vorteile, wenn die räumlichen Gegebenheiten ein Ablegen der Kalibrierplatte nicht zulassen.

Die zweite neue Kalibriermethode Base-Eye eignet sich für Anwendungen, bei denen der Vision-Sensor stationär montiert ist – beispielsweise beim Feinpositionieren von Bauteilen im Greifer. Hierzu wird jedes Bauteil nach dem „Griff in die Kiste“ kurz vor den Sensor gehalten und so dessen genaue Position erfasst; im nachgelagerten Arbeitsschritt, etwa beim Ablegen des Teils, wird die Greiferposition dann entsprechend korrigiert.