Monitoring Heidenhain und Leine & Linde stellen auf der Sensor+Test 2019 eine neue Messgeräte-Baureihe für das Monitoring von Bauwerken und Großkonstruktionen vor. Die ESR-Dehnungsmessgeräte liefern ein hochgenaues, digitales Messsignal und können einfach montiert werden. Für die Positions- und Drehzahlbestimmung an Motoren sind Drehgeber der industrielle Standard. In dieser Funktion finden sie seit Jahrzehnten Anwendung in Produktions- und Automatisierungsanlagen ebenso wie in Windenergieanlagen oder Aufzügen. Die ESR-Dehnungsmessgeräte nutzen die robuste und bewährte Drehgebertechnik nun für die Messung der Längenänderung zwischen zwei Punkten. Diese beiden Punkte werden 200 Millimeter voneinander entfernt am zu messenden Objekt befestigt. Ein Messpunkt befindet sich in der Flucht der Achse der Drehgeberwelle, der andere am Ende einer Verbindungsstange. Jede relative Längenänderung des belasteten Messobjektes gegenüber der parallelen, unbelasteten Verbindungsstange führt am Drehgeber zu einer Winkeländerung, die zur Detektion von Dehnungs- oder Stauchbewegungen herangezogen wird. Auf Basis der gewählten Geometrien entspricht ein Inkrement des Drehgebers einer Längenänderung von fünf Nanometer respektive einer Dehnung von 0,025 Mikroepsilon. Entsprechend dem Messbereich von ±5.000 Mikroepsilon ergibt dies eine verfügbare Auflösung von ±200.000 Werten beziehungsweise über 18 Bit. Das sind etwa fünf Mal mehr Messinformationen als in herkömmlichen Installationen mit folienbasierten Dehnungssensoren. Außerdem arbeiten die ESR-Dehnungsmessgeräte laut Angaben des Herstellers ermüdungsfrei. Dank ihrer hohen Abtastfrequenz sollen sie auch für das Messen in dynamischen Anwendungen geeignet sein. Mit Schutzklasse IP66 und einer Einsatztemperatur von -40 bis 100 Grad Celsius ist der Drehgeber vor Umwelteinflüssen gut geschützt und optimal für Anwendungen im Außenbereich ausgelegt.

ANZEIGE

www.heidenhain.de