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Schunk hat seinen intelligenten Parallelgreifer Schunk EGI vorgestellt. Dafür hat das Unternehmen auch eine speziell entwickelte, aktive Greifkrafterhaltung realisiert. Der Mechatronikgreifer ist robust ausgelegt und deckt ein großes Werkstückspektrum ab.

20. Mai 2019
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Mit seinem integrierten Webserver, aktiver Bremse und zertifizierter PROFINET-Schnittstelle (Kategorie C) zählt der SCHUNK EGI zu den komfortabelsten Mechatronikgreifern am Markt. (Bild: Schunk GmbH & Co. KG)

Er hat einen individuell programmierbaren Hub von bis zu 57,5 Millimeter pro Backe und ebenso flexibel dosierbare Greifkräfte bis 100 Newton. Der intelligente Kleinteilegreifer besitzt eine zertifizierte Profinet-IRT-Schnittstelle der Kategorie C. Damit erfüllt er Voraussetzungen für hoch performante Applikationen.

Er wurde gezielt für anspruchsvolle und variantenreiche Handlingaufgaben in Elektronik-, Pharma- und Labor-Anwendungen konzipiert, so das Unternehmen. Dank der integrierten Intelligenz könnten auch nachgiebige, deformations- oder bruchempfindliche Komponenten zuverlässig und schonend gehandhabt werden.

Die Position der Greiferfinger, die Greifkräfte und die Schließgeschwindigkeit lassen sich annähernd verzögerungsfrei erfassen und regeln. Auch Zwischenpositionen oder eine spezielle Referenzierung des Greifers sind möglich. Im ersten Schritt wird der smarte Kleinteilegreifer in Baugröße 80 standardisiert. Weitere Baugrößen sind bereits geplant. Zudem soll der Funktionsumfang über Softwareupdates weiter ausgebaut werden.

Eine speziell entwickelte, aktive Greifkrafterhaltung stellt beim Schunk EGI sicher, dass die aufgebaute Greifkraft auch im Falle eines Stromausfalls oder Notstopps nahezu vollständig erhalten bleibt. Ein deutliches Plus gegenüber herkömmlichen Mechatronikgreifern am Markt, wie der Hersteller betont.

Im Gegensatz zu Greifern mit herkömmlicher Greifkrafterhaltung über Federn sei zudem der Nachlaufweg der Greiferfinger in verriegeltem Zustand minimal. Damit leiste er einen wichtigen Beitrag zur Verhütung von Unfällen durch wegfliegende Teile oder Einklemmen.

Bei der Inbetriebnahme können über einen serienmäßig integrierten Webserver alle grundlegenden Funktionen konfiguriert werden, ohne dass eine zusätzliche Software erforderlich ist. Auch Zusatzfeatures sind enthalten: So kann die Backenbewegung im Tipp-Betrieb manuell am Greifer gesteuert werden, was beispielsweise nach Notstopps Vorteile bringt.

Über die Funktion „Erweitertes Referenzieren“ lässt sich zudem ein individueller Maximalhub speichern und softwareseitig als Grenzwert hinterlegen, wodurch die Programmierung vereinfacht wird.

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