Fünf Fragen an...Sylke Schulz-Metzner

Die Vizepräsidentin der SPS von Mesago schaut auf die Anfänge der Messe zurück, skizziert die gegenwärtigen Herausforderungen und lüftet Details zum aktuellen Programm.

19. November 2019
Fünf Fragen an...Sylke  Schulz-Metzner

Frau Schulz-Metzner, die von Mesago ausgerichtete SPS blickt auf ihre dreißigste Ausgabe. Welche Zäsuren würden Sie setzen?

Die SPS ist 1990 in Sindelfingen als Messe und begleitender Kongress mit 63 Ausstellern und 3.420 Besuchern gestartet. Mit dem Umzug der Veranstaltung 1997 nach Nürnberg wurde der Messe die Möglichkeit gegeben, zu wachsen. Von einer Halle in Sindelfingen im Jahr 1996 haben die Aussteller 1997 schon drei Hallen in Nürnberg belegt. Damit wurde der Grundstein für die Messe gelegt, wie wir sie heute kennen.

Die Messe wird in diesem Jahr unter neuem Namen firmieren. Geht die Namensänderung mit einer Neuausrichtung einher?

Der Name SPS IPC Drives, der für speicherprogrammierbare Steuerungen, Industrie-PC und Antriebstechnik steht, fokussiert sich stark auf Hardwarekomponenten. In Zeiten der Digitalisierung trifft diese Bezeichnung den Kern heutiger und künftiger Technologien der Automatisierungstechnik nicht mehr hinreichend. Den Wandel hin zu Funktionen aus der IT-Welt, etwa Machine Learning, Cloud- und Big-Data-Technologien, erleben die Teilnehmer schon seit mehreren Jahren auf der Messe. Der Entwicklung hin zu einem stärkeren digitalen Profil wird nun auch durch den neuen Namen SPS Rechnung getragen; das bewährte Konzept und die inhaltliche Ausrichtung bleiben aber bestehen.

Kleine, regionale Messen wie die all about automation scheinen recht erfolgreich zu laufen. Muss die Mesago hierauf reagieren?

Kleine, regionale Messen gibt es in vielen Bereichen der Industrie. Allerdings fokussieren sich diese Veranstaltungen auf regionale Märkte und Kunden, während die SPS darüber hinaus auch überregionales und internationales Publikum anspricht. Im Gegensatz zur kleinen Regionalmesse zeigen die Aussteller hier auch ihre Produktneuheiten und ihr gesamtes Produktspektrum. Der Besucher erhält auf der SPS deshalb einen umfassenden Marktüberblick und findet die Lösung für seine Automatisierungsaufgaben auf der Messe.

»Der Entwicklung hin zu einem stärkeren digitalen Profil wird nun auch durch den neuen Namen SPS Rechnung getragen; das bewährte Konzept und die inhaltliche Ausrichtung bleiben aber bestehen.«

— Sylke Schulz-Metzner, Mesago

Welche Inhalte werden aus Ihrer Perspektive auf der SPS 2019 den Ton angeben?

Neben den Lösungen für konkrete Anliegen möchten sich die Besucher auch über Trendthemen und visionäre Lösungsansätze informieren. Daher spielen Zukunftsthemen sowohl auf den Ständen der Aussteller als auch auf den insgesamt vier Messeforen eine wichtige Rolle. Denn mit der Digitalisierung rücken auch weitere Themen in den Mittelpunkt, beispielsweise Industrial Security, 5G, OPC UA oder der digitale Zwilling.

Den Besuchern der SPS bieten sie ein buntes Programm. Werden sie die Anstrengungen intensivieren oder kommt gar Neues hinzu?

Auch dieses Jahr wird es wieder ein umfassendes Rahmenprogramm geben, etwa Fachvorträge und Podiumsdiskussionen zu den Themen AR-Lösungen für die Industrie, 5G oder auch Live-Hacking-Events. Auch die Guided Tours fokussieren sich auf aktuelle Automatisierungsthemen und echte Use Cases zu Machine Learning und KI, Industrial Security in der Fertigung, Cloud-Eco-Systeme und Predictive Maintenance. Aktuell haben wir allerdings keine weiteren Programmpunkte oder Side-Events geplant; wir sind aber regelmäßig im Austausch mit Ausstellern und Besuchern und offen für neue Projekte.

Erschienen in Ausgabe: 08/2019
Seite: 5 bis 74