Endress+Hauser hat sich 2019 über alle Arbeitsgebiete, Branchen und Regionen gut entwickelt, wie das Unternehmen weiter mitteilt. Die Firmengruppe habe hunderte Arbeitsplätze geschaffen, in Rekordhöhe investiert und sich in der Nachhaltigkeit verbessert.

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CEO Matthias Altendorf zufolge kann das Familienunternehmen damit den Herausforderungen der Coronakrise aus einer Position der Stärke begegnen. „2019 war ein gutes Jahr für Endress+Hauser. Unser Wachstum war breit abgestützt und ausgewogen.“

Das Unternehmen steigerte trotz abflauender Konjunktur den Nettoumsatz um acht Prozent auf 2,652 Milliarden Euro. Ende 2019 zählte Endress+Hauser weltweit 14.328 Beschäftigte. Damit sind binnen Jahresfrist 400 Stellen hinzugekommen.

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Fortschritte erzielte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auch auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit. Im jährlichen Ecovadis-Audit erreichte es 72 Punkte, vier mehr als 2018. Durch die Umstellung auf Ökostrom in der Produktion senkte der Hersteller den Kohlendioxid-Ausstoß um mehr als ein Drittel. Neue Gebäude erfüllen durchweg hohe Standards, heißt es weiter. Derzeit errichtet die Gruppe in Kanada ein neues Kundenzentrum, das energieautark arbeiten wird.

Das veränderte Marktumfeld zeigt sich im Betriebsergebnis (EBIT) von 343,4 Millionen Euro (plus 3,9 Prozent), hebt Endress+Hauser hervor. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) wuchs um 9,9 Prozent auf 346,9 Millionen Euro. Dahinter stehe ein gegenüber 2018 deutlich verbessertes Finanzergebnis.

Das Ergebnis nach Steuern stieg 2019 um 14,3 Prozent auf 265,9 Millionen Euro. Dies spiegelt einen auf 23,4 Prozent gesunkenen effektiven Steuersatz wider – die Folge eines einmaligen Effektes durch die Unternehmenssteuerreform in der Schweiz. Die Eigenkapitalquote erreichte 75,6 Prozent, 4,6 Prozentpunkte mehr als 2018.

Finanzchef Luc Schultheiss zufolge verfügt Endress+Hauser dank einer umsichtigen Dividendenpolitik und jahrelangem Streben nach kontinuierlicher Verbesserung über ein Liquiditätspolster von fast 800 Millionen Euro. „Dies wird helfen, die aktuelle Wirtschaftssituation gut zu meistern.“

Die Coronavirus-Pandemie erschwert ein Erreichen der ursprünglichen Ziele für 2020 massiv, erklärt das Unternehmen. „Noch können wir die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht abschätzen. Aber die Krise wird bei unseren Kunden und uns Spuren hinterlassen“, sagt CEO Altendorf. Die Gruppe habe früh auf die Ausbreitung des Virus reagiert und alles getan, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.

„Wir überbrücken die physische Distanz durch digitale und emotionale Nähe.“ So arbeiten derzeit in der Spitze bis zu 10.000 Beschäftigte aus dem Homeoffice. Kunden können die Website nutzen, um Geräte zu bestellen oder Aufträge zu verfolgen. Und ein Online-Tool ermöglicht Support aus der Ferne mit Video-Unterstützung.

Dank großer Anstrengungen sei es gelungen, die Materialverfügbarkeit zu gewährleisten, Transportketten intakt zu halten und die Kunden in allen Belangen zu unterstützen, so der CEO. Er sieht das Unternehmen gut gerüstet für schwierige Zeiten. „Wir haben stets solide gewirtschaftet und sind als Unternehmen bestens aufgestellt“, sagt Altendorf. „Wir werden alles tun, um Beschäftigung zu sichern und Endress+Hauser gut durch diese Krise zu bringen.“