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Die diesjährige Hyperloop Competition von Elon Musk für ein Verkehrssystem in einer Vakuumröhre ist abgeschlossen. Das Konzept des Swissloop-Teams der ETH Zürich hat den zweiten Platz erreicht. Mit von der Partie waren Steckverbinder von Stäubli.

05. August 2019
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Stäubli CombiTac System wird am Batterie-Paket installiert. (Bild: Stäubli Electrical Connectors GmbH)

Am 12. Juni wurde in Zürich der 2019-Pod von Swissloop vorgestellt: «Claude Nicollier». Das junge Projektteam der Schweizer ETH hat mit dieser Transportkapsel an dem Wettbewerb im Juli in Kalifornien teilgenommen.

Die technischen Vorgaben für den Wettbewerb: maximale Geschwindigkeit, Selbstantrieb und erfolgreiche Abbremsung der Transportkapsel. Benchmark waren die vom letztjährigen Sieger erreichten 457 Stundenkilometer. Die Konstruktion muss leicht, aber robust sein, um den Kräften standzuhalten. Das Engineering-Team für Batterie und Antrieb musste eine leistungsstarke und für Vakuumbetrieb dichte Lösung entwickeln.

Eine große Zahl von Sponsoren unterstützte das Swissloop-Team nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch mit Werkzeugmaschinen, Wissen und Material. Die leichten, kompakten elektrischen Steckverbinder zwischen den Batterien und den auf dem Linearmotor montierten Wechselrichtern kommen von Stäubli.

Das frei konfigurierbare, modulare CombiTac-System transportiert hier sicher und verlustfrei elektrische Leistung und Signale zur Überwachung und Steuerung, wie der Hersteller weiter mitteilt. Die steckbare Verbindung sorge für einen schnellen und fehlerfreien Wechsel der Batterien. Auch die MSD-Lösung (manual safety disconnect) wird mit dem CombiTac Steckverbinder realisiert.

Miguel Angel Quero Corrales ist Elektro-Ingenieur und im jungen Team verantwortlich für die Entwicklung und das Batterie-Design. Er erklärt: „Wir benötigten Steckverbinder, welche einen sehr geringen Übergangswiderstand aufweisen und so eine hohe Energieeffizienz ohne Leistungsverluste ermöglichen. Die Robustheit des CombiTac Systems und die Kombinationsmöglichkeiten von Niederspannung zur Signalübertragung des Batteriemanagements sowie Leistungskontakten für den Antrieb, machen den CombiTac für uns zu einer perfekten Lösung.“

Gewonnen haben die SpaceX Hyperloop Pod Competition das vierte Jahr in Folge Studierende der Technischen Universität München (TUM). Sie erreichten mit ihrem Pod eine Geschwindigkeit von 463 Stundenkilometern, wie die TUM weiter mitteilt.

Den zweiten Platz holte sich Swissloop mit 257,5 Stundenkilometern. Das Team EPFLoop der EPFL in Lausanne (Schweiz) erreichte 238 Stundenkilometer. Insgesamt traten 21 Studierendenteams aus der ganzen Welt mit ihren Prototypen für die Hyperloop-Kabinenkapsel, dem „Pod“, gegeneinander an.