Robuste Workstations für Kautschuk-Veredler

Industrie-PCs - An Spezialreifen für Land- und Baumaschinen werden hinsichtlich Funktionalität, Belastbarkeit und lange Einsatzdauer besonders hohe Anforderungen gestellt. Industrie-PCs von Noax unterstützen bei der Qualitätskontrolle und der Steuerung der Produktionsmaschinen.

19. November 2019
Robuste Workstations  für Kautschuk-Veredler
Noax-Industrie-PCs steuern die 24/7-Fertigung bei einem Hersteller von Spezialreifen. (Bild: Noax)

Ein schmieriger, schwarzer Film überzieht alles: Wände, Werkzeuge, Boden, Verkleidung der Maschinen und die Touchdisplays der IPCs. Schon der erste Blick auf die Industrie-PCs offenbart die Umgebungsbedingungen der Trelleborg Wheel Systems Czech Republic a.s., die Reifen und Reifenkomponenten produziert, die überwiegend bei landwirtschaftlichen Maschinen und bei großen Baufahrzeugen zum Einsatz kommen. Die größten Reifen haben fast zwei Meter Durchmesser und eine Profiltiefe von bis zu 38 Millimetern. Die an die Reifen gesetzten Anforderungen schlagen sich in dem komplexen Produktionsverfahren nieder.

Zunächst werden Naturkautschuk, Kunstkautschuk, Silica, Schwefel, Ruß und andere Inhaltsstoffe so zusammengemixt, dass das Endprodukt die gewünschten Eigenschaften für die geplante Anwendung erhält, wie der IT-Manager des Unternehmens erklärt: »Das exakte Verhältnis der einzelnen Komponenten zueinander entscheidet, wie und wo der Reifen verwendet werden kann. Die genaue Zusammensetzung der einzelnen Komponenten bestimmt letztendlich, wie lange er den Belastungen standhält, denen die Transport- und Zugmaschinen ausgesetzt sind. Hier kommen die Industrie-PCs von Noax ins Spiel.« Sie sind unter anderem an den Produktionslinien montiert und zeigen den Mitarbeitern die aktuellen Aufträge und wichtige Informationen zu den laufenden Vorgängen an.

Die Herstellung von Reifen ist ein komplexer Prozess und erfolgt über mehrere Stationen. Auf einem Förderband werden zunächst die einzelnen Rezepturbestandteile gesammelt und verwogen. Ein Noax- IPC, der mit einer Bandwaage verbunden ist, überwacht das Mischungsverhältnis. Die Mitarbeiter bestätigen jeden Arbeitsschritt per Eingabe über den Touchscreen, bevor die Komponenten dem Mischer zugeführt werden. Somit liegt die Kontrolle in der Hand der Mitarbeiter, die sich auf die Anzeige an den IPCs verlassen.

Gut erreichbar

Die Terminals für die Steuerung der Mischer befinden sich in Arbeitshöhe direkt über den Fließbändern, die das Rohmaterial den Mischanlagen zuführen. Beim Verbuchen der Vorgänge erreichen die Mitarbeiter die Touchscreens bequem mit ihren Armen und Fingern, ohne sich dabei übermäßig anstrengen zu müssen.

Sobald die Vorprodukte den Mischer erreicht haben, werden sie in dem vorgeschriebenen Verhältnis miteinander vermengt. Durch die Reibungswärme, die dabei entsteht, erhitzt sich die Mischung innerhalb von drei Minuten auf über 100 Grad Celsius. Nachdem sich die einzelnen Stoffe in der Mischanlage verbunden haben, wird die Masse in langen Gummibändern ausgewalzt oder extrudiert.

In speziellen Heizpressen werden die Gummibänder mit weiteren Teilen, dazu gehören spezielle Textil- und Stahlbänder, verbunden. Die Temperaturen, die dabei in die Produktionshalle abstrahlen, erwärmen den Raum im Winter bis zu 45 Grad Celsius, im Sommer mehr.

Zuverlässig in Betrieb

Seit über 18 Jahren überwachen und dokumentieren die Noax-IPCs vom Typ C15 die Reifenproduktion im Prager Trelleborg-Werk, und das rund um die Uhr. Der IT-Leiter zeigt sich daher auch zufrieden mit den IPCs von Noax: »Trotz der Umgebungsbedingungen, die in unserer Produktion herrschen – wir sprechen hier über Staub, Hitze, Feuchtigkeit, das wöchentliche Reinigen und Ähnliches – funktionieren die IPCs von Noax seit über 18 Jahren einwandfrei. Das spricht für Noax.«

Die Industrie-PCs in der Fertigung von Trelleborg sind als Clients konfiguriert, sie übertragen in festgelegten Intervallen die Informationen aus der Produktion an einen zentralen Server. Die Übermittlung der Informationen erfolgt über Glasfaserkabel, da die großen Elektromotoren, die die Mischanlagen antreiben, mit ihrer elektromagnetischen Strahlung einen Datentransfer über Metallkabel empfindlich beeinträchtigen würden.

Neben dem Staub, dem Ruß, den Reinigungschemikalien und der elektromagnetischen Strahlung sind die Industrie-PCs in der Produktion auch den Vibrationen ausgesetzt, die sich von den Maschinen auf die Computer übertragen.

Die Implementierung der neuen Terminals erfolgte schrittweise. Die alten Rechner wurden durch die robusten IPCs von Noax ersetzt und an die Umgebungsbedingungen in der Prager Niederlassung angepasst. Dazu gehörte auch das Ausrüsten der Industrie-Terminals mit einer Schutzfolie für die Touchscreens, denn die Mitarbeiter bedienen sie nicht nur mit ihren Fingern, sondern benutzen auch verschiedene Werkzeuge dazu.

Nach 18 Jahren lief die Garantie aus und die Verantwortlichen wollten, dass der Hersteller für seine Produkte wirklich geradesteht, und nicht dass die Produktion plötzlich durch ein Hardwareversagen zum Stillstand kommt. »Darum haben wir neue IPCs geordert, inklusive Garantie. Der garantierte Schutz vor Ausfällen war uns das wert«, so der IT-Leiter. Dazu kam die ebenso wichtige Frage nach der Software.

Auf den alten Noax-Terminals waren Programme zur Steuerung der Maschinen installiert, unter anderem eine Stand-alone-Lösung, die speziell für das Prager Werk geschrieben wurde. Diese Programme greifen auf Windows 2000 oder Windows 10 als Betriebssysteme zurück. Die Verantwortlichen von Trelleborg wollten die Software auch auf den neuen Noax-Computern einsetzen. Zwar hatten sich der IT-Leiter und seine Kollegen auch Produkte von anderen Herstellern angeschaut, doch die konnten nicht garantieren, dass sämtliche Programme auf ihren Computern liefen. Im Gegensatz dazu bereitete weder die Installation noch das Ausführen der Software mit den Noax-Rechnern irgendwelche Probleme. Die Displays der Modelle Compact C19 und und Steel S21WP mit ihrer Größe von 19 respektive 21 Zoll bieten den Benutzern einen größeren Bildschirm und erleichtern damit das Ablesen der Informationen und vor allem die Eingabe per Multi-Touchscreen. Die Terminals mit den großen Displays werden unter anderem in den Laboren, am Leitstand und in der Produktion eingesetzt.

SPS: Halle 7, Stand 400

Erschienen in Ausgabe: 08/2019
Seite: 64 bis 65

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