Turbulenzen gemanagt

Kuka weist im Zwischenbericht zum 3. Quartal 2019 ein erhöhtes EBIT von 35,6 Millionen Euro aus, hat aber mit einem Auftragsrückgang um 16,7 Prozent zu kämpfen.

31. Oktober 2019
Turbulenzen gemanagt
Peter Mohnen, Vorstandsvorsitzender der Kuka AG (CEO), hat „mit einem Effizienzprogramm frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um Kuka in wirtschaftlich turbulenten Zeiten zu stabilisieren“. (Bild: Kuka)

Der Automatisierungsspezialist Kuka hat sein Ergebnis im dritten Quartal 2019 verbessert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns auf 35,6 Millionen Euro (Q3/18: 26,4 Millionen Euro) ebenso wie die EBIT-Marge von 3,1 Prozent im dritten Quartal des Vorjahres auf 4,3 Prozent im dritten Quartal 2019. „Wir haben mit einem Effizienzprogramm frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um Kuka in wirtschaftlich turbulenten Zeiten zu stabilisieren“, sagte Peter Mohnen, Vorstandsvorsitzender der Kuka AG.

Die anhaltend schwache globale Konjunktur sowie handelspolitische Unsicherheiten führen dazu, dass sich Kunden mit Investitionen zurückhalten. Hinzu kommt die Restrukturierung eines Teilgeschäftsbereichs im Business Segment Robotics, der für automatisierte Fertigungslösungen wie Zellen und Sondermaschinen zuständig ist. Diese Entwicklungen werden voraussichtlich das EBIT ab dem vierten Quartal belasten. Daher hat Kuka die Prognose für das Geschäftsjahr 2019 im September angepasst und erwartet nun einen Umsatz von rund 3,2 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge sollte inklusive aller Reorganisationsaufwendungen dennoch über dem Vorjahresniveau von 1,1 Prozent liegen.

Business Segment Robotics

Im dritten Quartal 2019 erwirtschaftete das Segment Robotics Auftragseingänge in Höhe von 215,4 Millionen Euro, was einem Rückgang von 27,5 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahres entspricht (Q3 /18: 297,0 Millionen Euro). Der Umsatz sank von 379,7 Millionen Euro in Q3 /18 um 19,0 Prozent auf 307,7 Millionen Euro in Q3 /19. Die Book-to-Bill-Ratio, das heißt das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, lag bei 0,70 (Q3 /18: 0,78). Aufgrund der anhaltend schwierigen Lage der Weltwirtschaft halten sich Kunden bei Auftragsvergaben weiterhin zurück. So wirkte sich das niedrigere Umsatzvolumen auch auf das Ergebnis aus. Das EBIT lag bei 25,5 Millionen Euro nach Millionen Euro in Q3 /18. Entsprechend reduzierte sich die EBIT-Marge von 9,8 Prozent in Q3 /18 auf 8,3 Prozent in Q3 /19. Die Details der im September angekündigten Restrukturierung eines Teilbereichs von Robotics werden im vierten Quartal erarbeitet. Kuka rechnet mit einer deutlichen Belastung im EBIT ab dem vierten Quartal, die sich auch auf das Gesamtjahresergebnis auswirken wird.

www.kuka.com

Kuka AG
Zugspitzstraße 140
86165 Augsburg