Unabhängig positioniert

Amo setzt auf der SPS einen Schwerpunkt auf das Thema funktionale Sicherheit. Der Besucher kann unter anderem absolute Längen- und Winkelmessgeräte begutachten, die jetzt nach SIL 2/Performance Level d zertifiziert sind.

19. November 2019
Unabhängig positioniert
Die hochgenauen absoluten Längen- und Winkelmessgeräte von AMO sind jetzt auch in Anwendungen bis SIL2 PL d (Kategorie 3) einsetzbar. (Bild: AMO)

Das ermöglicht Konstrukteuren, die funktional sicheren Messgeräte ab sofort auch in sicherheitsgerichteten Anwendungen einzusetzen, so der Hersteller. Das Thema funktionale Sicherheit werde im Maschinen- und Anlagenbau immer wichtiger, denn die Komplexität der Systeme nehme ständig zu.

Herzstück des Sicherheitskonzeptes für die absoluten Messgeräte sind zwei voneinander unabhängige, im Geber erzeugte Positionswerte. Sie werden zusammen mit sogenannten Fehlerbits über eine sichere bidirektionale EnDat 2.2– oder Drive-Cliq-Schnittstelle an einen sicheren Master übertragen. Der Master prüft die Plausibilität der Positionswerte und übermittelt sie im Anschluss an die übergeordnete Steuerung. Diese überwacht durch periodisch ausgelöste Tests die Funktionalität des Messgeräts.

Auch die sichere mechanische Anbindung der absoluten Längen- und Winkelmessgeräte ist garantiert, so der Hersteller. Das Unternehmen hat zu diesem Zweck einen mechanischen Fehlerausschluss entwickelt, der für einen breiten Einsatzbereich gilt und über eine Baumusterprüfung bestätigt wurde. Maschinenbauer müssen den Nachweis der sicheren mechanischen Verbindung deshalb nicht mehr selbst führen.

Die Messgeräte eignen sich zum Beispiel für den Einsatz in der Automatisierungstechnik. Dort steigern sie laut Amo die Positioniergenauigkeit von Industrie-Robotern um 70 bis 80 Prozent. Sie könnten jetzt Arbeiten übernehmen, für die bisher Sondermaschinen benötigt wurden.

Amo auf der SPS: Halle 7, Stand 190 (Gemeinschaftsstand mit Heidenhain).

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