Vom Rand her optimiert

Brainboxes hat mit dem BB-400 Neuron Edge Controller sein neuestes serielles Kommunikationsgerät vorgestellt. Es ermöglicht die Verarbeitung von Daten am Rande des Netzwerks. Meilhaus Electronic hat das Gerät nun in sein Programm aufgenommen.

24. Juni 2019
Vom Rand her optimiert
Der Neuron Edge Controller BB-400 von Brainboxes. Im DIN-Mount-Design sind ein Raspberry Pi Compute-Modul und ein Arduino integriert. ()

Das Gerät kombiniert die bewährte I/O und serielle Konnektivität von Brainboxes mit verschiedenen Typen von Netzwerkverbindungen und ermöglicht so den Datenfluss zu jeder gewünschten Anwendung, so der Anbieter. Im DIN-Mount-Design sind ein Raspberry Pi Compute-Modul und ein Arduino integriert.

Der Pi wird durch ein industrietaugliches Power-Management-System unterstützt, der Arduino ist für die Verarbeitung der Daten am Rand des Netzwerks verantwortlich, Stichwort Edge Computing. Gesteuert wird das Gerät über eine Open-Source-Software.

Der BB-400 ist ein software- und hardwareseitig robuster Edge-Controller. Er empfängt, sortiert und sendet Daten in der Peripherie des Netzwerkes und hilft so, Reaktionszeiten zu optimieren und Ausfallzeiten zu minimieren.

Der bisher gängige Weg, Daten zur Analyse in die Cloud oder ein zentrales Data Warehouse zu übertragen, belastet die Netzwerkressourcen und resultiert nicht selten in langen Reaktions- oder sogar Ausfallzeiten. Beim Edge Computing werden die Daten dort analysiert, wo sie entstehen – nämlich in der Netzwerkumgebung – und nur das Ergebnis wird in das Netzwerk weitergeleitet.

Der Controller ist mit einer Palette an Hardwareschnittstellen ausgestattet und kann über Ethernet, Bluetooth, I/O, Wi-Fi, NFC, USB, RS232 / 422/485 mit einer Vielzahl unterschiedlicher Geräte und Maschinen kommunizieren. Die Übertragungsrate beträgt 100Mbit pro Sekunde.

Er verfügt über zwei redundante Anschlüsse (5 bis 30 VDC) und integriertes UPS (Uninterrupted Power Supply). Betrieben werden kann er bei einer Temperatur zwischen –20 Grad Celsius minimal und +70 Grad maximal.

Grundsätzlich ist das System ein USB-Host, ähnlich einem normalen Computer, der sich dank der Open Source Software (APIs und Docker Container, REST, Websockets, NET APIs) vom Anwender wie ein PC-System steuern lässt.