Von Zwillingen und Cobots

Eine funktionierende Intralogistik und effiziente Montageprozesse sind der Schlüssel für eine wirtschaftliche Produktion. Wie sich die Digitalisierung in diesen Bereichen positiv einsetzen lässt, zeigt MiniTec auf der Motek anhand zahlreicher Praxisbeispiele.

07. Oktober 2019
Von Zwillingen und Cobots
Wie in Zeiten von Industrie 4.0 die manuelle Montage optimiert werden kann, zeigt MiniTec auf der Motek 2019 mit einem Handarbeitsplatz, der auch in Produktionslinien integrierbar ist. (Bild: MiniTec)

Unter anderem ist auch der Einsatz eines Digitalen Zwillings zu sehen. Diese entstehen bereits in einer frühen Phase der Konzeption und Produktentwicklung. Sie stehen ab Inbetriebnahme von Produkten und Anlagen in Interaktion mit ihrem realen Partner, etwa einer Förderanlage. Wie dies in der Praxis funktionieren kann, demonstriert MiniTec mit einer Anlage zur Herstellung von Elektronikteilen für LKW-Achsaufnahmen.

Mit Hilfe des digitalen Zwillings konnte die gesamte Anlage bereits vor der Montage programmiert werden. Die Anlage auf der Basis des MiniTec-Fördersystems TSG 200 ist komplett in ESD-Ausführung. In die Linie integriert sind je eine Station zum Heizen und Kühlen der Elektronikkomponenten. Die Stationen werden vom Kunden bereitgestellt. Die Integration der Stationen und die SPS-Programmierung hat MiniTec durchgeführt. Auch die Visualisierung der Anlage erfolgte mit einem Digitalen Zwilling. Die Gesamtzeit zur Realisierung des Projektes konnte so um rund ein Drittel verkürzt werden, so der Anbieter.

Die MiniTec-Transportsysteme UMS (Palettenumlaufsystem) und FMS (Flexibles Montagesystem) wurden mit Antrieben der neuesten Energieeffizienzklasse optimiert und gleichzeitig die Geräuschentwicklung reduziert. UMS ist eine wirtschaftliche und effiziente Möglichkeit zur Verkettung von Bearbeitungsmaschinen, wie der Hersteller mitteilt. Ein wichtiger Vorteil sei der geringe Platzbedarf für die Anlage und der einfache Aufbau.

Auf der Messe wird eine Kombination der beiden Systeme UMS und FMS mit einer Stapeleinheit gezeigt. Die Stapeleinheit dient zur Zuführung der Kleinladungsträger (KLT) in die automatisierten Bearbeitungsstationen. Die Einheit vereinzelt die KLTs so, dass sie einlagig der Automatikstation bereitgestellt werden. Die Anlage kann mit einer Geschwindigkeit bis 15m/min betrieben werden bei einer Positioniergenauigkeit von +-0,1 mm.

An einer weiteren Förderanlage wird der Einsatz eines Cobots in einer Montagelinie demonstriert. Im Bereich manuelle Montage wird eine Workstation komplett in ESD-Ausführung mit Lift und Röllchenbahn gezeigt. Die neue Röllchenbahn für KanBan-Anwendungen ist modular aufgebaut und damit laut Hersteller einfach an die Aufgabenstellung anpassbar.

Das MiniTec Smart Solutions – ein Tochterunternehmen mit Schwerpunkt auf Forschung im Bereich Assistenzlösungen für manuelle Tätigkeiten in der industriellen Produktion – zeigt eine Reihe von Neuentwicklungen für die manuelle Montage. Die Lösungen basieren auf der Integration von Automatisierung und IT-Technik mit dem Ziel der nutzerbezogenen Aufbereitung der Daten zum Erstellen von flexiblen Arbeitsplänen.

Eine völlige Neuentwicklung ist das Pick-to-Light System, das auch ohne Programmierkenntnis einfach programmiert werden kann, so das Unternehmen. Die Montage der Anzeigeleisten ist einfach, sie werden eingeclipt.

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